Berufsunfähigkeitsversicherung für Elektriker: Infos, Vergleich & mehr

Ratgeber zum Schutz vor Berufsunfähigkeit für Elektriker

Aufgrund der erhöhten Berufsrisikos ist die Berufsunfähigkeitsversicherung eine der wichtigsten Absicherungen für Elektriker. Das hohe Risiko und die damit verbundene Notwenigkeit einer guten Absicherung, spiegel sich auch in den Risikogruppe der Versicherer wird.


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Im Rahmen von privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen wird regelmäßig zwischen vier verschiedenen Risikogruppen unterschieden. Bei Gruppe eins wird dabei das Risiko eines Schadensfalls eher gering angesehen während bei Gruppe vier eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Eintrittspflicht der Versicherung prognostiziert wird.

In Gruppe eins finden sich vermehrt freie Berufe ohne besondere körperliche Anforderungen wie Architekten, Steuerberater, Ärzte und Rechtsanwälte wieder. Gruppe vier ist dagegen geprägt von körperlich wie auch psychisch besonders fordernden Berufen wie etwa Altenpfleger, Gärtner, Polizisten oder auch Elektriker.

Höhere Risiken führen zu höheren Beiträgen

Elektriker
© Minerva Studio / Fotolia

Die Eingruppierung in die Stufe mit dem höchsten Risiko ist im Falle von Elektrikern sachlich nachvollziehbar. Elektrische Energie ist schon für sich genommen eine gefährliche Arbeitsmaterie. Erschwerend hinzu kommt, dass das Verlegen von Kabeln und der Einbau der elektrischen Anlagen in einem Haus mehrheitlich im Rahmen von Bauphasen geschieht. Zwar sind diese Baustellen in aller Regel möglichst sicher eingerichtet. Gleichwohl besteht aber ein erhöhtes Unfallrisiko, welches auch im Rahmen von Berufsunfähigkeitsversicherungen Berücksichtigung findet. Denn für die höheren Risikogruppen werden auch entsprechend höhere Beiträge für die Versicherung gezahlt.

Daher lohnt es sich für Elektriker als Angehörige eines gefahrgeneigten Berufsgruppen in besonderem Maße, Preise und Leistungen der verschiedenen Versicherungen eingehend miteinander zu vergleichen.

Die Risiken variieren je nach beruflichem Umfeld

Wie in anderen Bereichen des Handwerks auch, unterscheiden sich die Arbeitsbereiche und damit auch die Risiken gerade bei Elektrikern in besonderer Weise. Ob man mehr mit der Installation und Montage von halb- oder voll automatisierten Anlagen zu tun hat oder eher mit deren Wartung und Reparatur kann Einfluss auf die Einschätzung des Risikos haben.

Neben Stromunfällen und Unfällen auf Baustellen führt auch die hohe körperliche Beanspruchung von Elektrikern dazu, dass mehr als jeder fünfte Elektriker vor Erreichen der Altersrente berufsunfähig erkrankt. Gerade das Risiko von möglichen Rückenproblemen wie Bandscheibenvorfällen oder Gelenkerkrankungen in Knien und Knöcheln sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn sobald sich ein solches Risiko einmal realisiert hat und ein Bandscheibenvorfall eingetreten ist, besteht in der Regel so gut wie keine Möglichkeit mehr, später noch eine Berufsunfähgkeitsversicherung abzuschließen, welche Rückenerkrankungen als Grund für die Berufsaufgabe mit umfasst.

Die gesetzlichen Leistungen sind unzureichend

Viele Menschen beschäftigen sich vor allem deshalb nicht mit dem Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, weil sie auf die Absicherung durch die gesetzliche Sozialversicherung vertrauen. Allerdings ist dieses Vertrauen nur in Teilen gerechtfertigt. Denn die mit einer Erwerbsunfähigkeit einhergehenden Einkommenseinbußen werden durch die gesetzliche Sozialversicherung nur teilweise ausgeglichen. Hierbei ändern sich die Leistungen von Geburtsjahr zu Geburtsjahr. Auch die Zahl der beitragspflichtigen Jahre spielt eine entscheidende Rolle.

Hierzu ein Beispiel: wer heute 45 Jahre alt ist, 2.500 Euro brutto verdient und seit seinem siebzehnten Lebensjahr durchgängig Beiträge entrichtet hat, erhält im Falle einer Erwerbsunfähigkeit etwas mehr als 900 Euro an Erwerbsminderungsrente. Dies hat allerdings zur Voraussetzung, dass der Betreffende nicht nur nicht als Elektriker arbeiten kann, sondern auf absehbare Zeit keinerlei berufliche Tätigkeit drei Stunden ausüben kann.

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung schützt daher gegen zwei Risiken gleichzeitig. Denn für den Fall einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit stockt sie die staatlichen Leistungen so auf, dass der bisherige Lebensstandard beibehalten werden kann. Gleiches gilt dann, wenn man lediglich nicht mehr als Elektriker arbeiten kann, aber anderweitig einsatzfähig ist. In der Regel muss dann ein schlechter bezahlter Job angenommen werden. Auch hier schützt die private Berufsunfähigkeitsversicherung vor schwerwiegenden Einkommenseinbußen.

BU-Vergleich lohnt sich besonders für Elekriker

Bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung richtet sich die Höhe der Leistungen nicht am bisherigen Einkommen aus sondern an den im Vertrag festgehaltenen Summen. Entsprechend ist es sinnvoll, zunächst über einen Rentenversicherungsrechner herauszufinden, in welcher Höhe staatliche Leistungen zu erwarten wären.

Selbständig tätige Elektriker können sich diesen Schritt mangels Einzahlung in die gesetzliche Sozialversicherung selbstverständlich sparen. Im nächsten Schritt geht es dann darum, den eigenen Bedarf zu ermitteln. Hier spielen regelmäßig anfallende Zahlungen eine Rolle wie auch die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Gerade wenn Kinder mit im Spiel sind, macht es Sinn, hier eine gewisse Reserve einzukalkulieren. Umgekehrt sollte der Versicherungsvertrag so aufgesetzt sein, dass nachträgliche Anpassungen möglich sind, etwa für den Fall, dass die erwachsenen Kinder aus dem Haus ausziehen und finanziell auf eigenen Füßen stehen.

Anschließend geht es dann darum, die verschiedenen Leistungen und Kosten bei den einzelnen Anbieter für Berufsunfähigkeitsversicherungen eingehend miteinander zu vergleichen. Denn gerade bei den höheren Risikoklassen der Versicherungen ergeben sich oft große Preisunterschiede.

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