Risikolebensversicherung: Kosten pro Monat (Beitragsberechnung)

Risikolebensversicherung Beitragsberechnung
© photobyphotoboy / Fotolia

Risikolebensversicherung gehören für alle Personen die eine finanzielle Verantwortung gegenüber anderen haben zu den Standardversicherungen. Doch mit was für Kosten muss man pro Monat rechnen und wie funktioniert die Beitragsberechnung bzw. -ermittlung?

Mit welchen monatlichen Kosten sollten Sie rechnen?

Viele Faktoren spielen beim Beitrag einer Risikolebensversicherung eine Rolle. Wenn wir uns die Sache erst einmal unabhängig vom Beruf den Sie ausüben anschauen, sollten Sie bei einer Versicherungssumme von 100.000 EUR und einer Laufzeit von 30 Jahren mit monatlichen Kosten von mindestens 10 EUR rechnen.

Arbeiten Sie in einem Beruf, dem eine sehr hohe Risikoklasse zugeordnet wird, können sich die monatlichen Kosten für eine Risikolebensversicherung sogar gern verdoppeln oder verdreifachen. Da hier viele Faktoren eine Rolle spielen, sollten Sie sich schon genauer damit befassen, wie viel sie absichern möchten und wie lange.

Wie können Sie Ihren Beitrag reduzieren?

Die Grundlage für niedrige Kosten ist immer Ihr Beruf. Arbeiten Sie im Büro, sind sie Ingenieur oder Lehrer, brauchen Sie sich meist keine Sorgen um hohe Prämien machen. Ganz anders sieht es aus, wenn Sie auf dem Bau, als Dachdecker oder Krankenschwester arbeiten. Jobs mit hohen körperlichen Risiken treiben die Preise in die Höhe.


Lebensversicherung im Vergleich:

Fordern Sie jetzt Ihren kostenlosen und unverbindlichen Tarifvergleich durch einen unabhängigen Berater an.


Doch selbst in diesem Fall gibt es noch einige Schrauben die man in Bewegung setzen kann, um die Kosten pro Monat für eine Risikolebensversicherung auf einem normalen bis niedrigen Niveau zu halten:

  1. Vergleichen Sie! Es gibt über 100 Versicherungsgesellschaften auf dem deutschen Markt. Hier gibt es natürlich starke Schwankungen im Bereich der Prämien. Nicht alle großen Versicherer sind auch stark im Bereich „Leben“. Hier lohnt es, sich an einen Versicherungsmakler zu wenden oder im Internet zu recherchieren und sich Vergleiche einzuholen.
  2. Auf das Alter und die Dauer des Vertrages kommt es an. Je jünger Sie sind und desto kürzer der Vertrag läuft, umso niedriger sind die Beiträge. Die Länge des Vertrages hängt natürlich sekundär immer davon ab, für welchen Zweck Sie die Risikolebensversicherung abgeschlossen haben.
  3. Weiterhin ist die vereinbarte Versicherungssumme ein maßgeblicher Faktor. Sichern Sie also nur so viel ab, wie auch tatsächlich notwendig ist. Denken Sie daran, dies ist keine Rentenversicherung, sondern ein Risikoprodukt, welches nur bei Tod der versicherten Person leistet.
  4. Eine zusätzliche Variable: Die verschiedenen Tarife, welche die Versicherer anbieten. Dabei geht es doch letztendlich nur darum, dass die bezugsberechtigte Person, welche Sie im Vertrag angeben müssen, das Geld im Falle des Ablebens der versicherten Person bekommt. Nicht darum, ob man eine Nachversicherungsgarantie oder eine Verlängerungsoption mit abgeschlossen hat. Diese Faktoren treiben zusätzlich die zu leistende Prämie in die Höhe.
  5. Zuletzt ist eine gesunde Lebensweise ratsam. Keine Überraschung, so schaut der Versicherer doch auf Ihren Gesundheitszustand und wird einen Risikozuschlag verlangen, wenn Sie länger krank waren oder vor kurzem eine Operation hatten. Sollten Sie dazu noch Raucher sein, wird sich die Prämie drastisch erhöhen. Wer gesund lebt und auf das Rauchen verzichtet, spart also direkt doppelt Geld.

Wie werden die Beträge kalkuliert?

Mann recherchier Kosten für LV
© goodluz / Fotolia

Hier steckt schon eine Variable im Hauptwort drin: „Risiko“. Da ein Risiko sehr schwer zu kalkulieren ist, muss der Versicherer mit einer Wahrscheinlichkeitsrechnung an die Sache herangehen. Natürlich ist es dann logisch, dass Ihnen bei der täglichen Arbeit im Büro weniger zustoßen wird. Die größte Gefahr ist hier noch eher das mentale Burn-Out, welches für die Risikolebensversicherung jedoch keine Rolle spielt. Nur nachvollziehbar, dass der Herr, der auf Ihrem Dach arbeitet, gleich mal das Dreifache an Beiträgen zahlen muss. Er begibt sich jeden Tag aufs Neue in Gefahr vielleicht vom Dach zu fallen oder sich bei Arbeiten tödlich zu verletzen. Zudem sollten Sie beachten, eine Risikolebensversicherung zahlt am ersten Tag nach Vertragsabschlusses. Das bedeutet nach Zahlung der Erstprämie, müsste im schlimmsten Fall der Versicherer schon die komplette Versicherungssumme an Ihre Hinterbliebenen überweisen. Dieses Risiko wird mit einkalkuliert.

Um Ihnen genau zu verdeutlichen welchen Einfluss Lebensweise und Beruf auf die monatlichen Kosten einer Risikolebensversicherung haben, haben wir hier zwei Beispiele:

– 30 Jahre alt, Nichtraucher, Versicherungssumme: 50.000 EUR, Beruf: Diplom-Ingenieur
= Kosten im Bereich von 6-10 EUR monatlich
– 30 Jahre alt, Raucher, Versicherungssumme: 50.000 EUR, Beruf: Dachdecker
= Kosten im Bereich von 20-25 EUR monatlich

Verdoppeln Sie hier nun die Versicherungssumme, können Sie sich leicht selber ausrechnen, welche Prämien auf Sie zukommen würden. Insbesondere weil diese langfristig angelegt ist, wird eine vorherige, gründliche Recherche samt Analyse unerlässlich.