Private Krankenkasse wechseln: Wann wirklich sinnvoll?

Mehr Leistungen, günstigere Beiträge, besserer Service…es gibt viele Argumente dafür die aktuelle private Krankenkasse zu wechseln. Aber welche sind wirklich sinnvoll? Worauf sollten man bei einem Vergleich der Angebote achten? Und wie geht man am besten dabei vor?


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Aus welchen Gründen ist ein Wechsel sinnvoll?

Viele erhoffen sich bei einem Wechsel des Versicherungsanbieters, dass sie dann Geld sparen könnten. Aber auch die Leistungen sind ein wichtiger Aspekt. Wer bei einem Vergleich feststellt, dass eine andere Versicherung zu den selben Konditionen einen besseren Versicherungsschutz anbieten kann, dann ist ein Wechsel durchaus attraktiv.

Im Grunde genommen sprechen lediglich zwei wesentliche Argumente für einen Anbieterwechsel:

Grund I: mehr Leistungen

Laufen die Geschäfte gut und steigen die Einnahmen, dann sind viele privat Versicherte auch der Ansicht, eine bessere Versorgung im Krankheitsfall erhalten zu müssen. Das betrifft in erster Linie Selbstständige. Doch auch sehr gut verdienende Angestellte sehen in einem viel höheren Leistungsspektrum einen Anreiz, die private Krankenkasse zu wechseln.

Besonders im Hinblick auf Behandlungen in Krankenhäusern oder auch für Therapien, die sonst nicht von den Kassen übernommen werden. Dazu zählen Heilmethoden der chinesischen Medizin oder auch die Homöopathie. Eine private Krankenkassen, die ihren Mitgliedern eine erstklassigen Service bietet, ist für zahlreiche Versicherte hoch interessant.

Grund II: Günstige Beiträge

Natürlich ist die Höhe des zu leistenden Beitrags nicht von der Hand zu weisen und für den Versicherten ein Grund, einen Vergleich gegenüber anderen, privaten Krankenkassen zu starten. Warum mehr zahlen, wenn man für weniger Kosten die gleichen Leistungen erhalten kann? Selbst wer gut verdient oder selbstständig ist, freut sich, wenn monatliche Kosten reduziert werden können. Daher ist die Frage nach dem Beitrag mitunter eine der entscheidenden, wenn es um den Wechsel zu einer anderen PKV geht. Neben den Grundleistungen sind es vor allem die Zusatzleistungen, die über den monatlichen Beitrag entscheiden und da gibt es natürlich Unterschiede.

Wichtige Leistungen für einen Vergleich

Bevor man sich an einen Wechsel seiner privaten Krankenkasee in Angriff nimmt, ist ein Vergleich selbstverständlich unabdingbar. Denn über einen unverbindlichen Vergleich können die einzelnen Leistungsunterschiede in Verbindung mit den damit verbundenen Kosten differenzierter betrachtet werden.

Punkt I – Die Selbstbeteiligung

Über die Selbstbeteiligung legt man fest, wie hoch die jährliche Summe für Behandlungskosten sein soll, die man selber zahlt. Je höher die Selbstbeteiligung ausfällt, desto geringer werden die monatlichen Beiträge.

Punkt II – Mindestleistung für stationären Krankenhausaufenthalt

Es heißt nicht, dass man automatisch in einem 1-Bett-Zimmer untergebracht wird, nur weil man privat Krankenversichert ist. Nein, auch hier gibt es Auswahlkriterien. Über die Mindestleistung bei einem stationären Krankenhausaufenthalt entscheidet man, ob man in einem 1-Bett-, 2-Bett-, oder auch Mehrbettzimmer untergebracht werden möchte.

Punkt III – Das Krankentagegeld

Das ist die finanzielle Absicherung im Falle einer Arbeitsunfähigkeit, die krankheitsbedingt ist. Auch hier hat der Versicherungsnehmer Auswahlmöglichkeiten, um entscheiden zu können, wie hoch das Krankentagegeld ausfallen soll.

Punkt IV – Zahnarztleistungen

Dies ist mitunter ein sehr heikles Thema, denn mitunter sollte man hier niemals zu niedrig herangehen. Hier entscheidet sich letztendlich, wie viel der Kosten für zahnärztliche Behandlungen von der privaten Krankenversicherung übernommen werden sollen.

Neben den vier wesentlichen Punkten, spielen auch Zusatzleistungen einen wichtige Rolle beim Vergleich. Unter anderen werden folgende Extras von den privaten Krankenkassen angeboten:

  • Heilpraktiker
  • Heilmittelerstattungen
  • Facharztprinzip
  • Beitragrückerstattung
  • Psychotherapie

Das sind alles Faktoren, die sich wesentlich auf die Beiträge auswirken. Anhand verschiedener Tarife innerhalb einer privaten Krankenversicherung kann man sich wie in einem Baukastenprinzip sein Versicherungspaket individuell zusammenstellen. Ein Vergleich zeigt anschließend auf, welche PKV das perfekte Verhältnis zwischen Leistung und Beitrag bieten kann.

Achtung bei langzeit Mitgliedschaften!

Ein Wechsel zu einer anderen PKV sollte gut durchdacht sein. Man muss immer bedenken, dass die Beiträge anhand des Alters und der Vorgeschichte diverser Krankheiten errechnet wird. Wer schon einige Jahre bei einem Anbieter versichert ist, sollte sich daher genau überlegen, ob es tatsächlich sinnvoll ist noch zu wechseln. Denn bei der neuen Versicherung steigt man mit einem wesentlich höheren Alter ein und möglicherweise hat man inzwischen auch schon ein paar Krankheiten durch, die nun angerechnet werden.

Der Krankenkassenwechsel in 4 Schritten

Hat man sich nun dazu entschlossen, die private Krankenkasse zu wechseln, sollte man wie folgt vorgehen:

Schritt 1:

Zunächst gilt es, in den Unterlagen der Versicherung zu schauen, wie lang die Kündigungsfristen sind und ob es möglicherweise auch ein Sonderkündigungsrecht gibt. Darüber hinaus muss man sich über etwaige Rückerstattungen und Rückstellungen informieren und wie es sich damit verhält.

Schritt 2:

Das Kündigungsschreiben schriftlich einreichen und eine schriftliche Bestätigung der Kündigung verlangen. Achtung: wirksam wird die Kündigung erst, wenn eine neue Krankenversicherung nachgewiesen wird.

Schritt 3:

Den Aufnahmeantrag bei der neuen Krankenversicherung ausfüllen und die Fragen zur Gesundheit wahrheitsgemäß beantworten. Ein Gesundheitscheck wird ebenfalls notwendig.

Schritt 4:

Sobald die Aufnahmebestätigung der neuen Krankenversicherung vorliegt, muss diese bei der alten Kasse eingereicht werden. Das muss unbedingt zeitnah erfolgen. Erst dann ist die eingereichte Kündigung wirksam und der Wechsel zu einer anderen privaten Krankenkasse erfolgreich abgeschlossen. Nun können entsprechende Leistungen in Anspruch genommen werden, so lang keine Wartefristen bestehen.