Warum in die PKV wechseln? Gute Gründe im Überblick

Gründe für PKV Wechsel
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Personen die zwischen der gesetzliche und privaten Krankenversicherung wählen können, müssen ihre Entscheidung gut abwägen. Beide Varianten haben einige Vorteile und Nachteile. Warum ein Wechsel in die PKV von sinnvoll ist, wird hier aufgezeigt.

Welche Berufsgruppen sich privat versichern können

Entfällt die Versicherungspflicht in der GKV, so stellen sich viele die Frage, ob es sinnvoll und von Vorteil ist in eine privaten Krankenversicherung zu wechseln.

Diese Frage stellt sich z.B. für Beamten, die als Staatsdiener unabhängig von der Höhe ihrer Einkünfte die Wahl zwischen beiden Sicherungssystemen haben. Für diese Personengruppe lohnt sich eine private Krankenversicherung immer, da ein großer Anteil ihrer Krankheitskosten ohnehin von der Beihilfe ihres Dienstherrn übernommen wird. Weil sie demnach nur die Differenz absichern müssen, fällt die PKV meist deutlich preiswerter als die gesetzliche aus.

Auch Freiberufler und Selbständige können losgelöst von ihren Einnahmen in eine privaten Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für diejenigen Arbeitnehmer, deren Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt.

Doch weshalb sollte sich ein Angestellter, Student oder Unternehmer gegen die gesetzliche Krankenversicherung entscheiden? Folgende Gründe sprechen für den Wechsel zur PKV.

1. Grund: Höherer Leistungsumfang

Grund Leistung
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Die private Krankenversicherung steht für eine weitreichende medizinische Versorgung. Während die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein und lediglich eine Mindestversorgung sicherstellen müssen, spielt in der PKV nur die medizinische Notwendigkeit die entscheidende Rolle.

Demnach übernimmt diese die Kosten aller zugelassenen Medikamente und zwar unabhängig davon, ob diese rezeptpflichtig sind. Beim Arzt oder im Krankenhaus werden die Versicherten dank des Status als Privatpatient bevorzugt behandelt und kommen zumeist in den Genuss eines Ein-/Zweibettzimmers sowie einer Chefarztbehandlung. Auch die langen Genehmigungsprozesse in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben dem Privatversicherten erspart.

2. Grund: Vielfältiges und individuelles Tarifangebot

Grund Vielfalt
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Kunden können sich in der privaten Krankenversicherung ihren Leistungsumfang gemäß den eigenen Ansprüchen zusammenstellen. Vom preiswerten Grundschutz bis zur umfangreichen Topversorgung ist alles möglich. Dies stellt einen deutlichen Unterschied zu den weitgehend einheitlichen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung dar.


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Mit der Wahl eines bestimmten Leistungsumfangs lässt sich auch direkt die Prämienhöhe beeinflussen. Entsprechend den eigenen Vorstellungen kann sich der Versicherte für eine umfassende Kostenübernahme im Zusammenhang mit hochwertigem Zahnersatz, Sehhilfen sowie alternativen Heilmethoden entscheiden.
Durch die Wahl einer Selbstbeteiligung kann die Prämie weiter reduziert werden. Nicht zuletzt kann der Kunden zwischen einer Vielzahl an Versicherungsgesellschaften und -tarifen wählen.

3. Grund: Wahlfreiheit und Selbstbestimmung

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Darüber hinaus muss sich der Versicherte nicht vorschreiben lassen, in welches Krankenhaus er sich bei einer Krankheit oder nach einem Unfall einweisen lässt. Weil Privatversicherte nämlich freie Krankenhauswahl genießen, können sie sich nahezu für jedes renommierte und spezialisierte Krankenhaus entscheiden.

Auch Therapiemethoden, die im gesetzlichen Leistungskatalog nicht erscheinen, jedoch von der Fachwelt als sinnvoll anerkannt werden, werden von der privaten Krankenversicherung übernommen. Hat sich etwa eine alternative Heilmethode genauso erfolgreich bewährt wie die Schulmedizin, so kann der Versicherte diese ohne weiteres beanspruchen.

Die Behandlungen können dabei auch Leistungen des Heilpraktikers umfassen, welche die Schulmedizin sinnvoll ergänzen. In der gesetzlichen Krankenversicherung müssen Versicherte die Behandlungen durch Heilpraktiker hingegen zumeist selbst bezahlen.

4. Grund: Dauerhafte Verlässlichkeit

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Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung garantiert die PKV unkürzbare Leistungen – und zwar ein Leben lang. Privatversicherten werden so von künftigen Leistungseinschnitten aufgrund steigender Gesundheitskosten nicht tangiert. Denn sie haben durch den geschlossenen Vertrag einen rechtlichen Schutz.

Auch die Versicherungsgesellschaft selbst darf den Vertrag nachträglich nicht zu Lasten des Versicherungsnehmers ändern. Vielmehr dürfen sie sich auch in Zukunft über die Inanspruchnahme aller anerkannten medizinischen Innovationen freuen. In der gesetzlichen Krankenversicherung muss eine Innovation erst durch das Gremium des Gemeinsamen Bundesausschusses anerkannt werden. Die private Krankenversicherung kennt hingegen einen solchen Erlaubnisvorbehalt nicht.

5. Grund: Hohe Transparenz und Service

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In der privaten Krankenversicherung genießen Versicherte einen detaillierteren Einblick in Leistung und Preis. Werden nämlich die Rechnungen des Arztes oder der Apotheke zunächst selbst übernommen, lernen die Kunden die Höhe der Gesundheitskosten kennen, die verursacht wurden. Dadurch erhalten sie die Möglichkeit, die Rechnungen selbst zu überprüfen. Dennoch können sich Privatversicherte auf eine zügige Vergütung verlassen.

Darüber hinaus ist der Wert der in Anspruch genommenen Leistungen in Euro und Cent in einer amtlichen Gebührenordnung hinterlegt. Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung, unterliegen die Ärzte weitaus geringeren Sparzwängen durch festgesetzte Höchstgrenzen. Die Honorare an die Ärzte fallen für zahlreiche medizinische Leistungen höher aus. Ganz nebenbei profitieren Kunden einer privaten Krankenversicherung von Telefon- und Samstagstelefonstunden, kürzeren Wartezeiten in der Praxis sowie von einer schnelleren Terminvergabe.

6. Grund: Nachhaltigkeit und staatliche Unabhängigkeit

Grund Unabhängigkeit
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In der privaten Krankenversicherung wird die Kalkulation der Beiträge so vorgenommen, dass den steigenden Gesundheitskosten Rechnung getragen wird. Erreicht wird dies durch die Bildung von Altersrückstellungen durch junge Versicherte, welche die höheren Kosten älterer Versicherter ausgleichen. Diese nachhaltige Finanzierung ist generationengerecht.

In der gesetzlichen Krankenversicherung müssen dagegen die immer kleineren Jahrgänge die steigenden Gesundheitsausgaben der künftigen Erwerbstätigen finanzieren. Dies belastet Kinder und Enkelkinder. Darüber hinaus ist die private Versicherungsbranche dank eines hohen Kapitalstocks derart solide, dass sie nicht auf staatliche Subventionen und Zuschüsse angewiesen ist. Aufgrund strenger Regularien weisen die privaten Krankenversicherungen eine hohe Finanzkraft auf, die es ihnen ermöglicht, auch schweren Krisenzeiten standhalten zu können.